Auf in den sonnigen Süden Österreichs und dabei immer an den Ufern eines wunderbaren Flusses, der Drau, dahinradeln. Der gesamte Radweg ist in etwa 366 km lang mit Start in Toblach und Ziel in Marburg. Um Ihnen einen besseren Überblick über die Streckenführung zu geben, haben wir den Drauradweg in 6 Etappen eingeteilt.
Die erste Etappe führt von Toblach / Innichen (Italien) nach Lienz. Dieser Teil des Drauradweges wurde als erster ausgebaut und ist zur Zeit der am besten ausgebaute Teil. Die Strecke Toblach bis Lienz weist ein Gefälle auf. Er führt fast immer abseits der Straße am anderen Flussufer und ist dank seiner Breite und seines Gefälles auch für Familien mit kleinen Kindern gut geeignet. Am Weg finden sich immer wieder Bahnhöfe, die eine Verkürzung der Etappe ermöglichen. Die Strecke ist gut ausgeschildert und durchgehend asphaltiert.
Entlang der Strecke finden sich viele Möglichkeiten zum Rasten und Verweilen. Mehr dazu finden Sie im Kapitel "Sehenswürdigkeiten".
In Summe haben Sie auf der zweiten Etappe ca.75 Rad-Kilometer vor sich. Vorbei an malerischen Kirchen, prächtigen Renaissancebauten und römischen Ausgrabungsstätten wie Aguntum oder Teurnia. In Spittal angekommen, bildet das Schloss Porcia mit seinen dreigeschossigen Laubengängen einen würdigen Etappen-Schluss.
Der Radweg ist bereits gut ausgebaut und unterscheidet sich von der bisherigen Streckenführung dadurch, dass die Route ab Oberdrauburg meist nicht mehr direkt am Uferweg der Drau verläuft, sondern sich immer wieder vom Fluss entfernt.
Auf dieser Etappe erradeln Sie rund 38 Kilometer. Auf Geschichts- und Natur-Liebhaber warten auf diesem Streckenabschnitt viele kleine Highlights, wie z. B,. die Ausgrabungen der frühchristlichen Kirche bei Molzbichl im Unteren Drautal, das Museum "Carantana" oder der "Gute Berg" von Villach, der Dobratsch. Warme Quellen in Warmbad-Villach sorgen dafür, dass sich müde Geister wieder erholen.
Von Spittal nach Villach ist der Drauradweg bestens ausgebaut und auch sehr gut beschildert. Der Drauradweg verläuft auf dieser Etappe meist direkt am Ufer des Flusses.
Der folgende Abschnitt ist mit Sicherheit der abwechslungsreichste aber auch der längste Teil (ca. 89 km) dieser Radtour. Hier liegen viele Seen in Reichweite und Ausflüge zum Wörther See, Faaker See oder Klopeiner See zahlen sich besonders aus. Noch bevor Sie die Fundstelle von hallstattzeitlichen Gräbern bei Rosegg erreichen, sollten Sie ihr Glück auch im Casino Velden versuchen.
Der Drauradweg führt Sie größtenteils nun auf gut befahrbaren Dammwegen durch das bezaubernde Rosental. Beeindruckende Felsen, Burgen und Seen sorgen für landschaftliche Abwechslung. Highlight auf dieser Etappe ist auch die Büchsenmacherstadt Ferlach, an der man nicht vorbeiradeln sollte.
Auch der vorletzte Abschnitt des Drauradweges bietet Ihnen sehr viel Abwechslung. Meist fallen die waldreichen Hänge steil zur Drau hin ab. Deshalb verläuft die Strecke auch sehr oft etwas weiter entfernt von der Drau auf verkehrsarmen Wegen. Besondere Attraktion ist Mitteleuropas höchste Eisenbahnbrücke (96 Meter), die Jauntalbrücke. Abenteuerlustige können sich hier in die Tiefe stürzen - das Bungee-Jumping macht‘s möglich. Auch die die Hängebrücke St. Luzia kurz danach ist ein imposantes Bauwerk.
Die slowenischen Drava bezaubert vor allem durch ihre landschaftlichen Reize, ruhigen und abgeschiedenen Dörfer. Einen Radweg gibt es auf diesem letzten Wegstück nur in gewissen Teilbereichen. Teilweise muss man kurze Strecken auf stark befahrenen Straßen, teilweise unbe- festigten Wegen vor allem im slowenischen Drautal, zurück legen. Für Familien mit Kindern ist diese Etappe daher eher ungeeignet.