Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (Rotunde) - Rotunda sv. Janeza Krstnika - an der Mündung der Bistrica in die Drau zieht mit ihrem runden Kirchenschiff und dem schön gedeckten Schindeldach mit Dachreiter die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich. Auf seinem Weg durch Kärnten und die Steiermark soll sie im Jahr 1052 von Papst Leo IX. geweiht worden sein. Das Gebäude in seiner heutigen Form entstand nicht gleichzeitig.

Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (Rotunde) an der Mündung der Bistrica in die Drau fällt durch ihr charakteristisches rundes Kirchenschiff, das Schindeldach und den Dachreiter besonders ins Auge. Der Überlieferung nach soll sie auf seiner Reise durch Kärnten und die Steiermark im Jahr 1052 von Papst Leo IX. geweiht worden sein. Das Bauwerk entstand in seiner heutigen Form nicht gleichzeitig, sondern entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte schrittweise, was auch die Sanierungs- und Präsentationsarbeiten nach 1983 bestätigten. Dabei wurden Umbauten aus dem 19. Jahrhundert entfernt, und aufgrund von Rissen wurde das Gebäude mit einer Stahlverbindung gesichert sowie der ehemalige Umgang mit Schindeldach rekonstruiert.

Der ursprüngliche romanische Portal führt ins Innere, während die Grundrissentwicklung der Kirche durch die Reste der ursprünglichen Apsis und den späteren frühgotischen Chor sichtbar wird. Einen besonderen Wert verleihen dem Bau die erhaltenen romanischen und gotischen Architekturelemente, die Wandmalereien im Chorraum, kassettierte Holzdecken sowie die reiche Altarausstattung. Zu den bedeutenderen Kunstwerken zählen ein Altaraufsatz mit Heiligenfiguren, barocke Ölgemälde sowie die äußere Wanddarstellung beider Johannes – des Täufers und des Evangelisten. Das Relief eines Adlers an der Außenfassade zeugt als römisches Überbleibsel davon, dass die Kirche an einem Ort mit mehr als tausendjähriger Kulturgeschichte steht.